Behinderte Menschen auf Jobsuche…

haben es eindeutig schwerer.

Zwar sind Arbeitgeber, die über mindestens 20 Arbeitnehmer verfügen, verpflichtet schwerbehinderte Menschen einzustellen (§ 71 Abs. 1 SGB IX).

© Paul Georg Meister/pixelio.de

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Allerdings kommen viele Arbeitgeber dieser Pflicht nicht nach und zahlen dann lieber die dann fällige monatliche Ausgleichsabgabe an das zuständige Integrationsamt (§ 77 Abs. 1 SGB IX). Die Höhe der monatlichen Abgabe richtet sich nach der Beschäftigungsquote und liegt zwischen 115,- EUR bis 290,- EUR je unbesetzten Pflichtplatz.

Das Bundesfinanzministerium erwägt die Abgabe zu verdoppeln, in der Hoffnung die Chancen behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt dadurch zu verbessern.

Quelle

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10 Kommentare

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Diese monatliche Ausgleichsabgabe sollte richtig Weh tun. Auch erkrankte Menschen können hervorragende Arbeit abliefern.

Ja! Müsste höher sein. Die Abgabe!
Sehr gut geschrieben. Endlich verstehe ich etwas!
LG Leo

Ich habe ein Praktikum gemacht auf Grund einen Reha Maßnahme der RV Süd-Thüringen. Arbeitet dort im Lebens Hilfewerk und es hat mir sehr gut fallen. Es waren auch zwei Stellen zu besetzen , Leider ist man nur an den preiswerten Praktikanten interessiert und nicht an der Schaffung von Arbeitsplätzen. Ich habe sie darauf angesprochen aber keine Reaktion. Finde das die Sanktionen viel zu gering und die entsprechenden Stellen sind nicht genügend Hinterher. Eine Öffentlich Liste von solche Betrieben würde auch schön viel Bewirken.

Hallo,
diese Ausgleichsabgabe wird auch in doppelter Höhe von den Arbeitgebern gerne bezahlt. Wie wäre es mal mit einer „Belohnung“ für die, die Behinderte einstellen? Z.B. Während der Probezeit wird das Gehalt/der Lohn von der Integrationshilfe gezahlt? Oder die Lohnkosten werden anteilsmäßig übernommen? Oder eine fachmännische Begleitung dieser Behinderten beim Vorstellungsgespräch, um Informationen zu der vorhanden Behinderung zu erläutern? Gerade Autisten, z.B. können sich bei einem Vorstellungsgespräch nicht gut „verkaufen“ und ihre Vorzüge kommunizieren.

Die Abgabe zu verdoppeln ist eine gute Idee, es muss dem Arbeitgeber weh tun. Allerdings suchen sich die Arbeitgeber die passenden Behinderten aus. Auf meiner letzen Suche habe ich oft Anrufe bekommen mit der Frage: „Welcher Natur ist Ihre Behinderung? Körperlich oder psychisch?“ und danach nichts mehr gehört. Vorstellungsgespräche nicht ausgenommen. Bei einer Firma wurde ich sogar im Vorstellungsgespräch direkt gefragt, was ich habe und ob die Heilung abgeschlossen ist etc?

Die monatliche Abgabe zu verdoppeln ist sicherlich schon einmal ein „Ansatz“; dennoch bleibt dieser Beitrag so gering, dass die meisten Firmen weiterhin davor zurück schrecken werden, Behinderte einzustellen. Ich bin Mutter eines schwerbehinderten Sohnes (22 J.), der trotz – bald – zwei vorzuweisenden, erfolgreich abgeschlossenen Berufen keine Chance auf Integration erhält!

Ob das verdoppeln der Abgabe wirklich viel bewirkt?
Mein Problem,bei dem mir bis jetzt niemand helfen kann,ist der : Ich arbeite normalerweise im Einzelhandel an der Kasse,aber nicht nur.Dazu gehören auch Auspacktätigkeiten wie z.B. morgens die Zeitungen einzusortieren und das frische Obst und Gemüse einzuräumen.
Nach viel Glück hatte ich 2011 einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen und bekam für 2 Monate Tariflohn.Dann musste ich in`s Krankenhaus wegen einer Herz OP.Davor wurde ich mit einem Herzkatheter untersucht.Durch diese Untersuchung bekam ich im Krankenhaus einen Schlaganfall,unter deren Folgen ich heute noch leide.
Mein Arbeitgeber weigert sich standhaft mich weiter zu beschäftigen.Wenn ich wieder fit wäre,würde es anders aussehen.Klar,ich kann nicht mehr die Ware auspacken,könnte wirklich nur an der Kasse sitzen.Das Begehren des Arbeitgebers,mich zu entlassen hat das integrationsamt zum Glück verneint,nachdem mein Beistand von der Ver.di die Fackten dazu geschrieben hat. Ich lebe jetzt von einer Erwerbsminderungsrente,die bis Juli nächstes Jahr befristet ist.Deshalb glaube ich nicht,dass die doppelte Abgabe sehr viel bringen würde.
LG

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